Aktuelle Themen des Arbeitskreises  


Kriterien für die Gestaltung und Steuerung des Netzes an Bankbeziehungen aus Sicht der Unternehmung

Der Arbeitskreis Finanzierung führt derzeit eine wissenschaftliche Studie zur Bestimmung von Kriterien bei der Auswahl und Steuerung von Bankbeziehungen bei Unternehmen in Deutschland durch. Mit Hilfe einer Online-Umfrage werden hierfür zentrale Erfolgsdeterminanten in den Bankbeziehungen deutscher Unternehmen erhoben und diese im Rahmen einer vergleichenden Analyse der unterschiedlichen Konzepte und Strategien zur Steuerung von Bankbeziehungen untersucht. Die Studie bezieht dabei sowohl die Erfahrungen der Unternehmen mit dem Bankensektor infolge der Finanzkrise als auch die Bedeutung aktueller sowie zukünftiger Einflussfaktoren (Basel III) mit ein. Ziel der Untersuchung ist es folglich, ein aktuelles Gesamtbild über die Bankbeziehungen deutscher Unternehmen zu erhalten und neben möglichen Handlungsalternativen insbesondere existierende und potenzielle Defizite im Bankensektor aus Sicht der Unternehmen abzuleiten.

 


Kapitalstruktur(politik) börsennotierter Unternehmen und der Einfluss von Kapitalgeberinteressen

Die Gewinnung von Erkenntnissen hinsichtlich der Einfluss- und Bestimmungsfaktoren unternehmerischer Kapitalstrukturentscheidungen ist sowohl von zentraler Bedetutung für die Corporate-Finance-Forschung als auch von großem Interesse für die Unternehmenspraxis. Das aktuelle Forschungsprojekt des Arbeitskreises "Finanzierung" beschäftigt sich daher mit einer Analyse der Kapitalstrukturpolitik börsennotierter Unternehmen, wobei insbesondere der Einfluss von Eigen- und Fremdkapitalgeberinteressen und in diesem Zusammenhang auch die Bedeutung von Finanzanalysten und Kreditrating-Agenturen als Interessenvertreter der Kapitalgeber im Fokus der Untersuchung stehen. Die Basis dieses Projekts bildet eine empirische Untersuchung, die in Form strukturierter Interviews mit Repräsentanten der größten börsennotierten Unternehmen in Deutschland durchgeführt wird.

Der im Rahmen dieses Thema erarbeitete Artikel wurde in der Zeitschrift für betriebswirtschaftliche Forschung veröffentlicht (siehe Rubrik "Publikationen").

 


Private-Equity-Investments in Buy Outs von Konzerneinheiten

Im Mittelpunkt dieses Schwerpunktthemas steht die Analyse der Desinvestition einer Konzerneinheit im Rahmen eines Buy Out an institutionelle Private-Equity-Investoren. Der Arbeitskreis "Finanzierung" der Schmalenbach-Gesellschaft hat dafür eine explorative empirische Untersuchung von 33 Konzern-Buy-Outs in Deutschland in den Jahren 1999 bis 2003 unternommen. Dabei erklärten sich insgesamt 57 Transaktionsbeteiligte (86,4% Rücklaufquote) zu einem persönlichen Interview bereit. Den ersten Schwerpunkt dieser Befragung bildet die Vorbereitung des Buy-Out-Objekts auf den Desinvestitionsprozess sowie die Gestaltung der Veräußerung durch die Konzernmutter. Als zweites Untersuchungsfeld schließen sich die Transaktionsanbahnung sowie die Gestaltung des Buy Out einschließlich nachfolgender Umstrukturierungsmaßnahmen durch den Private-Equity-Investor an. Der Arbeitskreis "Finanzierung" kommt zum einen zu dem Ergebnis, dass auf Seiten der veräußernden Konzerne wie der kaufenden Private-Equity-Investoren neben prozessualen Umsetzungsdefiziten auch eine unterschiedliche Interpretation des Konzepts der Wertorientierung festzustellen ist. Zum anderen kann der Arbeitskreis "Finanzierung" kritische Erfolgsfaktoren für deren Umstrukturierungsprozess durch die Finanzinvestoren identifizieren: strategische Ausrichtung des Buy-Out-Unternehmens, Performancemessung, Zusammensetzung des Managementteams und dessen Anreizsteuerung sowie Corporate-Governance-Struktur.

Der im Rahmen dieses Thema erarbeitete Artikel wurde in der Zeitschrift für betriebswirtschaftliche Forschung veröffentlicht (siehe Rubrik "Publikationen").